Die Zukunft des Autohandels in Zeiten von Big Data

Bonn. Wer hat Zugriff auf automobile Daten? Welche Geschäftsmodelle ergeben sich daraus? Wie steht es um das Thema Datensicherheit? „Die Macht der Daten“ titelt der 5. Fabrikatshändlerkongress am 19. Januar 2017 in Berlin.

Ziel der Branchentagung des Zentralverbandes Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) ist es, Wege in die Zukunft des Autohandels zu diskutieren. Sie zeigt auf, wie der stationäre Handel den Wandel der Mobilität mitgestalten und davon profitieren kann.

Moderne Fahrzeuge generieren etliche Daten. Diese werden von Automobilherstellern gesammelt und ermöglichen in Verbindung mit Kundendaten interessante Geschäftsmodelle.

Vertreter von VDA, ADAC und ZDK diskutieren das Thema Datenzugriff und fragen, wie dieser für alle Beteiligten vertretbar zu regeln ist. Für Autohändler relevante Aspekte der Datensicherheit erläutert IT-Forensiker Karsten Zimmer. Anhand einer Live-Demonstration vermittelt er, wie Datendiebstahl und Betrug funktionieren.

Die Teilnehmer nehmen Anregungen aus Erfahrungsberichten von Experten unterschiedlicher Bereiche und Branchen für ihr tägliches Geschäft mit.

Was Händler heute schon tun können, um auf künftige Herausforderungen zu reagieren, belegt ein Best-Practice-Beispiel aus Norwegen: Vigbjørn Hassel Vaage von Cartopia präsentiert sein innovatives Geschäftsmodell.

Wie Hersteller und Handel gemeinsam neue lukrative Wege beschreiten können zeigt Wolfgang Kopplin, Mitglied der Geschäftsführung der Ford-Werke, anhand des Carsharing-Konzeptes von Ford.

Einen Blick in die Zukunft des Autos öffnet Aric Dromi von Volvo. Er zeigt eine Welt, in der die Fahrt von A nach B zum Nebenprodukt eines intelligenten Autos wird, das Einkäufe organisiert, Parkplätze sucht und Unfälle vermeidet.

Das alles ist für den Chief Futurologist schon längst keine Science Fiction mehr sondern Arbeitsauftrag. Mit technischem Fortschritt beschäftigt sich auch Christoph Keese.

Der deutsche Wirtschaftsbuchpreisträger 2016 berichtet auf dem Kongress über sein Leben und Arbeiten im Silicon Valley. Er erörtert, welche Ableitungen sich daraus für das Geschäft im Autohaus ergeben.

Der Kongress ist gleichzeitig Startschuss für eine neue Imagekampagne des Fabrikatshandels. Sie soll die Autofahrer von morgen erreichen und stellt daher die Generation Z mit ihren Wünschen und Vorstellungen von Mobilität in den Mittelpunkt.

Der Vorabend der Veranstaltung dient dem gemeinsamen Austausch im Wasserwerk Berlin. Alle wichtigen Daten, die Anmeldung und den Ablauf der Veranstaltung finden Sie auf der Website.