Reiseplanung leicht gemacht

Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen. Als Matthias Claudius diese Zeilen schrieb, war das Reisen noch abenteuerlich. Postkutschen brauchten Tage, um von Stadt zu Stadt zu poltern, Einkehr- und Übernachtungsstätten waren rar gesät und die Touren Privileg der Gebildeten und Wohlhabenden.

Abenteuerlich können Reisen heute allerdings immer noch sein. Wenn beispielsweise die Tour ohne Planung von Route, Tankstopps, Pausen, Vignetten oder Wegzehrung ins Blaue startet. Was also braucht man, um entspannt, sicher und dennoch mit einem Schuss Entdeckergeist ans Urlaubsziel zu gelangen?

Reisezeiten

Wer jetzt noch in der Vorbereitung steckt, sollte sich die Ferientermine in Europa genau anschauen. Deutsche, Italiener, Kroaten, Polen, Slowenen und Schweizer genießen bereits ab Juni ihre Ferien.

Im Juli reihen sich Österreich, Frankreich, die Niederlande und Dänemark in den Reisestau ein. Erst Anfang bis Mitte September wird  es wieder entspannter auf den Straßen in die Urlaubsparadiese.

In ruhigem Fahrwasser rollen Urlauber generell, wenn sie in der Woche und nachts starten.

Routenplaner

Niemand braucht heute mehr Baustein für Baustein zu recherchieren. Routenplaner  suchen verschiedene Strecken, spucken Zeitpläne aus, zeigen Baustellen, Tankstellen, Verkehrsmeldungen und Parkplätze entlang der Route an und berechnen die Kosten für Maut, Kraftstoff und Vignetten. Im Angebot sind Links zu Hotels, Restaurants und Sehenswürdigkeiten.

Sparfüchse nutzen günstige Tank-Stopps, schluckt der Kraftstoff doch einen ansehnlichen Posten des Reisebudgets. Führt die Tour nach Italien lohnt der Stopp in Österreich, Reisende nach Dänemark und in die Niederlande fahren kurz vor dem Grenzübergang nochmal an die deutschen Zapfsäulen.

Günstiger wird es auch an Tankstellen abseits der Autobahnen und mit dem Reservekanister im Kofferraum. Aber Vorsicht: Viele Nachbarn akzeptieren nur 5 bis maximal 25 Liter Kraftstoff im Gepäck. Einige Länder verweigern die Mitnahme sogar, insbesondere auf Fähren.

Regelkunde

Winken die Carabinieri freundlich an den Straßenrand, ist es leider schon zu spät. Telefonieren ohne Freisprechanlage wird in Italien seit Anfang des Jahres mit bis zu zwei Monaten Führerscheinentzug bestraft. Temposündern geht es besonders in den Niederlanden, der Schweiz und in Italien ans Portemonnaie.

Wer sich vor solchen Überraschungen schützen will, sollte sich vor der Reise über die Verkehrsregeln im Ausland informieren. Oftmals sind die Bußgelder deutlich höher als hierzulande.

Die gute Nachricht: Punkte gibt es für die Verkehrssünden später in Deutschland nicht. Und wer gleich an Ort und Stelle bezahlt, kann vielleicht sogar mit Rabatten rechnen.