Schiff und Auto ahoi!

Mit dem Auto oder Wohnmobil übers Meer schippern – für die einen ist es pures Abenteuer, für die anderen bereitet schon das Boarding Stress. Dabei ist das Abstellen der Fahrzeuge auf der Fähre oft einfacher als in Parkhäusern.

Vorausgesetzt, man kennt die Regeln.

1. Richtig buchen

Die Reederei benötigt bei der Buchung die Fahrzeugdaten: Typ, Länge inklusive Heckträger, Anhängekupplungen und Deichseln, Höhe plus Dachgepäckträger.

Ist ein Anhänger im Schlepptau, gibt die Gesamtlänge plus Zugstange den Ausschlag. Es gibt auch Anbieter die wissen wollen, ob das Fahrzeug mit Gas betrieben wird. Deren Tank darf maximal halbvoll sein.

Wie bei allen Reisen heißt es auch für die Fährpassage: In der Nebensaison sind die Tickets günstiger, meist auch noch kurz vor dem Termin buchbar. Und wer früh und online ordert, bekommt Rabatt.

Bei einigen Fährgesellschaften werden außerdem Hafengebühren, Abfahrtsteuern oder Treibstoffzuschläge fällig. Über Routen und Reedereien informiert die Website www.faehrverband.org.

2. Nach Einweisung parken

Tickets, Pass, Fahrzeugpapiere, Führerschein und grüne Versicherungskarte parat? Kraftstofftank und Reservekanister entsprechend den Vorschriften der Reederei gefüllt? Dann steht dem Check-in nichts mehr im Weg. Um rechtzeitiges Erscheinen wird gebeten, sonst legt das Schiff ohne die Passagiere ab.

Nach dem Check-in weisen die Mitarbeiter die Fahrzeuge in eine Wartespur und auf dem Autodeck in den Stellplatz ein. Gang einlegen, Handbremse anziehen, Spiegel anklappen und das kleine Bordgepäck nicht vergessen.

Weil die Reedereien für Transportschäden nur eingeschränkt haften, bieten Fährversicherungen Schutz bei Diebstahl und Beschädigungen.

3. Im Wohnmobil übernachten

Das klappt aus Sicherheitsgründen nicht überall. Vor allem auf den Mittelmeerstrecken erlauben aber einige Fährunternehmen auf offenen Decks das Camping an Bord. Stromanschlüsse werden meist kostenlos angeboten, Gas darf zum Kochen und zur Warmwasseraufbereitung jedoch nicht verwendet werden.

Es gibt Sanitäranlagen, und auch sonst können alle öffentlichen Angebote auf dem Schiff genutzt werden. Früh buchen lohnt, die Kontingente sind begrenzt.