Schlag auf Schlag

Es bröselt, bröckelt, bricht – Schlaglöcher ärgern Autofahrer. Jährlich kommt es nach dem Winter zu Millionenschäden an Fahrzeugen, weil sich Frost in ohnehin schlechte Straßen gefressen hat und den Kommunen das Geld zum Ausbessern fehlt.

Auf vielen Reparaturkosten bleiben die Geschädigten sitzen. Die Gründe, Fahrtipps und Retter in der Not.

 

Worauf sollten sich Autofahrer jetzt einstellen?

Frostaufbrüche und der Einsatz des Winterdienstes haben Risse und Schlaglöcher im Asphalt hinterlassen, die jetzt sichtbar werden. Mit Wasser gefüllt muten die oftmals tiefen Krater wie Pfützen an.

Wer da reinkracht, riskiert Schäden vor allem an Reifen, Rädern und Stoßdämpfern.

Autofahrer sollten ihre Fahrweise deshalb entsprechend der Straßenverhältnisse und Witterung anpassen. Nicht auf jeder Nebenstraße warnen Verkehrsschilder vor der Holperpiste.

 

Wer ist für welche Straßen zuständig?

Die Baulastträger. Das können je nach Straße Bund, Land, Kreis oder die Kommune sein. Sie alle tragen eine Verkehrssicherungspflicht.

Das heißt, sie müssen für eine sichere Benutzung der Straße sorgen – mit regelmäßigen Kontrollen, notwendigen Baumaßnahmen oder einer Beschilderung.

 

… und zahlen im Schadenfall dann auch die Reparaturkosten?

Grundsätzlich können Ansprüche an die Straßenbaulastträger gestellt werden, wenn die ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt haben. Jeder Fall liegt allerdings auch anders.

So bekommen Geschädigte auf Autobahnen und Hauptstraßen oft eher Reparaturen erstattet, weil die Messlatte an die Verkehrssicherungspflicht hier höher liegt.

Auf Nebenstraßen mit deutlich sichtbaren Straßenschäden müssen sich dagegen die Fahrzeuglenker verstärkt mit einer angemessenen  Fahrweise auf die Gefahren einstellen.

 

Wer hilft aus der Klemme?

Für Schäden am eigenen Auto kommt der Kaskoschutz auf. Allerdings bleiben die Fahrzeugbesitzer hier auf der vereinbarten Selbstbeteiligung sitzen.

Landet der Streit vor Gericht, hilft eine Verkehrsrechtsschutz-Police, die außerdem die Gerichts-, Anwalts- und Sachverständigenkosten zahlt. Vorausgesetzt, die Versicherung hat eine Leistungszusage gegeben.

 

Was sollten Geschädigte für eine schnelle Regulierung tun?

Alles fotografieren:  Verkehrsbeschilderung, Schaden, Schlagloch. Letzteres wenn möglich mit einem Zollstock zum Vergleich, um auch das Ausmaß zu dokumentieren. Von Vorteil sind Polizeiprotokoll und Zeugenaussagen.